Ginga & Banga - Tanz, Entstehung, Musik, Insiderwissen!

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Ginga & Banga

Die Ginga und Banga im Kizomba

Ist bei den Angolanerin natürlich, und hat nichts mit Sex zu tun. Sondern es spiegelt ihr Selbstbewusst wieder, ihre Weiblichkeit, auf die alle Angolanerinem extrem stolz sind.
Im Portugiesischen nennt man das "veidade", was man auch mit Eingebildet übersetzen kann. Eingebildet ist aber im deutschen Negativ behaftet. Im Portugiesischen bedeut es aber auch, dass die Frau sich pflegt, auf sich achtet, stehts schön und begehrenswert ist, und dennoch ein toller Mensch sein kann. Nett, freundlich und hilfsbereit.
Die Weißen "insbesondere die Männer) haben das missverstanden, weil sie es von den weißen Frauen nicht kennen, bzw. ganz was anderes hinein intepretieren. Ihr wisst was ich meine.
Jede Frau entscheidet selbst, wieviel Ginga sie einsetzt.
Aber es zu üben, um es beim tanzen leicht zu betonen, möchte ich dann doch schon empfehlen, damit es den Angolanerinnen näher kommt beim Tanz. Damit es wirklich Kizomba ist.
Aber damit der Mann da mittanzen kann, braucht er die Banga. Es gibt ja viele Möglichkeiten der Ginga. Damit die Frau in der Ginga varriiert, muss der Mann seine Banga ändern. Also er gibt seiner Hüftbewegung eine andere Richtung. Die Frau spürt es , und antwortet mit einer anderen Form der Ginga. Perfekt wenn es dann auch noch zur Musik passt, was beim Blick auf die Tanzflächen wohl leider nicht immer selbstverständlich ist. Viele Boxen ihre sog. Figuren einfach durch, egal ob es zur Musik passt oder nicht.
Übrigens: Ginga wird "Jinga" ausgesprochen.
Mehr zu dem Thema siehe Tarraxinha. (Wichtig!)

Im Video unten:
Ginga und Banga beim Kizomba. (Achtet auf die Hüftbewegungen)
Vorher kommt dieses Ginga, und warum ist es so typisch afrikanisch?

Es gibt auch Ginga in der Capoira (Brasilien, kamen ja als Sklaven auch aus Angola), und u.a. auch im Kizomba.
Woher kommt diese besondere Art, oben ganz ruhig bleibend zu tanzen, erdverbunden auf dem ganzen Fuß laufend? Knie gebeugt mit starker Bewegung in den Hüften?
Vom Gewichte tragen auf dem Kopf!
Das drückt runter zur Erde, der Oberkörper ist ruhig, die Hüfte gleich den Gang aus, und Bewegt sich, damit aus den unterschieden der Schrittwinkeln beim Gehen kein Auf und Ab wird.
Hier ein schöner kurzer Film darüber:
Hier mein Freund und angolanischer Champion "Pedege" aus Angola. (Angolanischer Meister in Kizomba und Semba 2016)
Das ist der tänzerische Ursprung des Kizomba. Genauer genommen, von Ginga & Banga!
Dann ist ja wohl alles klar, oder?
Video unten:
Liza Sala erklärt die Ginga.
In ihren Bewegungen drückt sie die "Veidade" der angolanischen Frauen sehr schön wieder.

Unbedingt für mehr Infos über die Ginga auf Tarraxinha klicken, und dort auch unbedingt das Video von Vanessa Ginga Pura anschauen!
Denn ist alles miteinader verbunden und schwer als Thema zu trennen.


Es gibt keinen Kizomba-Ladystyle. Das ist eine Erfindung geschäftstüchtiger Tanzlehrerinnen.
Im Kizomba ist es die Ginga. Wer keine Ginga unterrichtet, unterrichtet kein Kizomba.
Warum sollte sich eine Afrikanerin mit dem Gewicht auf dem Kopf auf dem kilometerweiten Weg ins Dorf denn Stylen?
Für die Affen auf dem Baum? Mit Ladystyle würde sie wahrscheinlich niemals mit dem kostbaren Gut auf dem Kopf ankommen.



Lins im Bild: Eliza und Lisa
















Wem das nicht reicht, hier geht es richtig rein in die Materie.  Dauert über eine Stunde, aber dann wisst ihr was zu tun ist.
Am Anfang beginnt sie die Ansprache auch auf Portugiesisch, wechselt aber sehr schnell zum Englisch:



Und nun blicken wir noch einmal intensiv auf die Banga des Mannes.
Hier der legendäre Jone Valentino im Video. Super Banga!
So wie die Ginga oben beschrieben eben auch ein Lebensgefühl der angolanischen Frauen ist, mit ihrer „veidade“, ist es mit dem Banga auch so.
Auch die Männer sind „veidosos“. Auch Banga ist mehr als nur eine Hüftbewegung.
Jone Valentino schrieb dazu:
Banga haben ist wissen sich zu kleiden. Banga haben ist wissen elegant zu tanzen. Banga ist, zu wissen in der Kadenz der Musik zu tanzen. Banga ist, ein Interpreter zu sein. Musikalisch mit der Passada und den Basics kreativ zu sein.
Ein „Bangão” zu sein bedeutet Selbstachtung,
Und vor allem, Haltung, Attitüde.

Und noch einmal ein Appell!

ALLEINE ÜBEN!!!
A L L E I N E    Ü B E N !!!

Das hat Lisa und mir erst den eigentlich Erfolg gebracht. Man kann auf der Tanzfläche nicht wirklich üben. Einige tun das, aber das unterbricht den Flow. Die Kizomba-Energy. Schaut dann auch irgendwie Uncool aus. Auf der Tanzfläche übt man unterschwellig, nicht für alle sichtbar.
Viele Stunden, über Monate hinweg, hat Lisa die Ginga geübt. Alleine. Denn wenn man Tanzt hat man kaum Ressourcen frei sich darum auch noch zu kümmern.
Genauso ist es mit der Banga. Auch ich habe immer wieder meine Tätigkeiten unterbrochen, die Tür zu gemacht, und ein Lied alleine getanzt.
Mit der Musikalität und vielem anderen kann man spielen, probieren, seinen Styl finden.
Man kann auch ungestört Fehler machen. Aus Fehlern kann man so viel lernen. Im Daoismus sind Fehler positiv. Wer keine Fehler macht entwickelt sich nicht weiter. Und was sich nicht weiter entwickelt, stirbt, laut dem Daoismus.
Musik laut, und mit der Musik spielen. Variiert die Basics, wechslt die Richtungen, probiert Footwork (Männer) und vergesst nicht die Ginga, bzw. die Banga.
Das muss beim Tanzen ein teil von euch sein. Selbstverständlich und ohne nachdenken.
Im Video unten ein paar Anregungen. Nicht Kopieren! Insperieren! Musik muss auch nicht so schnell sein. Probiert es aus. Entdeckt euer Körpergefühl, euren Style.

Und dann geht es weiter mit Tarraxinha!
 
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